Die Herrschaft der Gleichheit im Reich der Ideen ist vielen so selbstverständlich geworden, daß die Frage nicht mehr lautet, ob Gleichheit, sondern wo überall und wieviel Gleichheit wünschenswert ist. Daß die erste Frage noch gar nicht beantwortet ist, stört kaum mehr jemanden. Denn Gleichheit gilt als Lösung aller Probleme von Arbeitslosigkeit bis Zuwanderung. Vorgeblich macht sie das Leben der Menschen besser und die Welt gerechter.
Doch treffen diese Annahmen zu? Ist Gleichheit moralisch gut oder gerecht? Und führt sie wirklich zu einem besseren Leben? An diesem Abend wird deutlich, daß solche landläufigen Vorstellungen unhaltbar sind. Ein besseres Leben für möglichst viele Menschen läßt sich nicht durch Gleichheit, sondern nur durch Ungleichheit erreichen. Und in theoretischer Hinsicht erweist sich, daß Gleichheit unmoralisch und unmenschlich ist.